Schildkröte im Display

Bei uns herrscht Umsteiger-Blues. Unsere Suche nach der Energiewende ist leider vorbei. Zum Schluss haben wir 7 Tage mit den Elektroautos und über 40 Stunden an Interviews in eine lange Reportage gepackt: Quer durch das Umsteigerland, mit der gelben Schildkröte als Dauergast.

Tag 6: Trassen und Parkprobleme

Team Nord hat sich heute den Ausbau der Stromtrassen in NRW angeschaut. Und ist danach dank einer ignorierten Abbiegung fast liegengeblieben. Fast. Team Süd hat sich in Franken mit einer Gegnerin von neuen Stromleitungen getroffen. Eine blockierte Ladesäule war auch noch im Programm.

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Fotos: Aglaia Dane, Katharina Hamberger, Sina Fröhndrich, Thielko Griess, Markus Dichmann, Axel Rahmlow

Goldgräberstimmung

Corso, das Magazin für Popkultur im Deutschlandfunk, wollte heute Nachmittag wissen, ob und wo wir die Energiewende schon gefunden haben. Moderatorin Sigrid Fischer und Axel haben über unsere Erlebnisse mit den Elektroautos gesprochen. Und über den Enthusiasmus, der uns schon an vielen Orten im Umsteigerland begegnet ist.


Aus einem Oldenburger Hotelzimmer in Studioqualität nach Köln: Möglich gemacht hat das ein großer grauer Koffer, vollgestopft mit Technik, die Markus erstmal in Gang bringen musste. Ein Wirrwarr aus Kabeln, Sendeantennen und Empfangsstationen. Währenddessen arbeitet Aglaia im Hintergrund an ihrem Bericht über Clubmobs. Es geht ums Feiern für den Umweltschutz – zu hören morgen im Radiofeuilleton im Deutschlandradio Kultur.

Können wir Sie anzapfen?

Alleine geht es nicht.

Nach einem Tag stellt Team Nord fest: Lange Strecken mit dem Elektroauto sind nichts für schwache Nerven oder Menschen in Eile.

Auf der Suche nach Strom in Magdeburg haben wir spontan beim Fraunhofer Institut angerufen. Dort wird an der Zukunft von Energiesystemen geforscht. Zum Beispiel an intelligenten Lademöglichkeiten für Elektroautos.

Da sind Stromzapfsäulen Pflicht. Zuerst mussten wir allerdings in der Tiefgarage auf dem altmodischen Weg für Platz sorgen. Die institutseigenen Elektroautos waren platt. Sie sind so intelligent, dass sie festgestellt haben: Hey, wir werden nicht benutzt, also entladen wir uns doch. Weiterlesen

Gesine Schwan spricht für sich.

Die Frage nach den Fragen

Gesine Schwan /
Foto: Humboldt-Viadrina School
of Governance

Gesine Schwan sucht bei ihrem „Trialog zur Energiewende“ in Berlin noch nicht nach den Antworten. Sie interessiert sich für die Fragen. Die richtigen Fragen, die uns allen für das „Gemeinschaftsprojekt Energiewende“ zusammen wichtig sind.

Denn ohne Energie, so Schwan, brechen wir als Menschen und als Gesellschaft zusammen: “Kraft ist die zentrale Ressource, die wir alle brauchen.”

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Klaus Töpfer spricht für sich.

Unten hui, oben pfui

Schulzendorff/IASS

Klaus Töpfer /Foto: Schulzendorff/
IASS

Nach Fukushima ruft die Bundesregierung einen erfahrenen Umweltpolitiker zu Hilfe und macht ihn zum Vorsitzenden der „Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung“ – So wurde Klaus Töpfer zu einem entscheidenden Begleiter des Atomausstiegs.

Für ihn ist die Energiewende von unten bereits in vollem Gang: „Viele kleine Beiträge machen die Summe.“ Bei der Energiewende von oben fehlt es ihm dagegen an Druck. Töpfers Hoffnung, ausgesprochen während einer Diskussionsrunde in Berlin und mit einem gutmütigem Lachen im Gesicht:
„Die längste Strecke beginnt mit dem ersten Schritt.“


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