Suchen, laden, warten.

Acht Tage mit dem Elektroauto quer durch Deutschland – eine Reise mit gerissenem Kabel,  streikenden Ladesäulen, entlegenen Ladesäulen, privaten Ladesäulen – und der Schildkröte im Display. Inzwischen sind wir wieder auf Bus, Bahn und Fahrrad umgestiegen. Zum Abschluss eine Bilanz – zum Hören und Gucken.

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Die Öko-Schlange in Dessau

Team Süd zu Gast im Umweltbundesamt

Kommt doch vorbei, falls ihr noch Zeit in Eurem Terminplan findet - schreibt uns das Umweltbundesamt. Und da Dessau auf unserer Rückreiseroute liegt, machen wir Halt und laden auf – und das obwohl Samstag und damit eigentlich kein Behördentag ist. Magnus Maier und Christoph Zinsius zeigen uns trotzdem ihren Arbeitsplatz: ein buntes schlangenförmiges Gebäude, Photovoltaikanlagen auf dem Dach, Wärmespeicher im Boden. 900 Mitarbeiter beschäftigen sich hier mit Umweltfragen – im Auftrag der Bundesregierung.


Fotos: Thielko Grieß, Sina Fröhndrich, Katharina Hamberger.

 
Das Umweltbundesamt (UBA) wurde 1974 gegründet. Es unterstützt die Bundesregierung durch wissenschaftliche Beratung und führt Umweltgesetze aus. Außerdem hat das Umweltsiegel “Blauer Engel” hier sein zu Hause.

Tag 5: Steife Brise und Sonnenbrand

Windig im Norden, sonnig im Süden: Team Nord wagt sich in Oldenburg ins Windforschungsinstitut Forwind und wird ordentlich durchgepustet. Team Süd holt sich auf dem Solardach einen Sonnenbrand.

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Die dunkle Seite der Energiewende

Team Süd im Braunkohletagebau Jänschwalde

Andreas Stahlberg liebt die Kiefern, die Moore und die Nähe zu Polen. Der 45-Jährige ist im Ruhrgebiet aufgewachsen und lebt seit einigen Jahren in der Gemeinde Schenkendöbern, in der Nähe von Cottbus. 16 Orte, die an den Braunkohletagebau Jänschwalde angrenzen. Der Energieversorger Vattenfall will weiter graben und ein neues Kohlefeld erschließen. Drei Dörfer müssten den Schauffelbaggern weichen. In Zeiten der Energiewende nicht nachvollziehbar für Stahlberg, der für Schenkendöbern zuständig ist für Fragen rund um den Tagebau.

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Volker Hauff spricht für sich.

Die Sache läuft nicht gut

Foto: privat

Foto: privat

Zum Interview ins Kölner Funkhaus kommt Volker Hauff mit dem Fahrrad. Und irgendwann möchte er sich vielleicht auch ein Hybridauto kaufen. Hauff war unter Helmut Schmidt SPD-Bundesforschungsminister und im vergangenen Jahr Mitglied der Ethikkommission zur Energiewende.
 
Es störe ihn, dass “jeder vor sich hin wurschtelt.” Wenn die Energiewende nicht ernsthaft angegangen werde, “dann wird es darauf zulaufen, dass wir in absehbarer Zukunft eine Diskussion über die erneute Verlängerung von Kernkraftwerken haben.” Dabei sieht Hauff durchaus es eine große öffentliche Akzeptanz für die Energiewende. Es fehle eine Institution, die das Vorhaben zentral koordiniert. “Das Ganze muss begleitet werden.”
 

Fakten und Zahlen – 14 Antworten zur Energiewende

EEG-Umlage, Onshore, Kaltreserve. Die Energiewende – das ist auch ein Katalog vieler Begriffe, Fakten und Zahlen. Wir haben den Energieexperten des Deutschlandfunks, Georg Ehring, gebeten, ein paar zentrale Fragen zu beantworten. 14 Fakten zur Energiewende.

Foto: Sina Fröhndrich.

1. Wie sieht der Strommix aus?
Knapp die Hälfte kommt aus Braun- und Steinkohle (2011: 44 %), 18 % aus Atomenergie – mit abnehmender Tendenz. Die erneuerbaren Energien – also Strom vor allem aus Wind, Biomasse, Solarenergie und Wasser – haben im vergangenen Jahr die Atomkraft überholt und kommen zusammengenommen auf 20 %. Ein bedeutender Energieträger ist auch Erdgas mit 14 %.

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Ranga Yogeshwar spricht für sich.

Die cleversten Elektroautos sind nicht Autos,
sondern Elektrofahrräder.“

Foto: Nanda Yogeshwar

Foto: Nanda Yogeshwar

Der Wissenschaftsjournalist und Physiker Ranga Yogeshwar fordert mehr Kreativität bei der Energiewende und ein Mobilitätskonzept

Wir erreichen den Wissenschaftsjournalisten und Physiker Ranga Yogeshwar zu Hause. Und das – dank Technik – sogar in Studioqualität. Er muss nicht zu uns ins Studio fahren und hinterlässt damit für dieses Interview einen guten, weil kleinen, CO2-Fußabdruck. Aber: Da er viel unterwegs ist, fällt diese Bilanz oft anders aus. Für die Umsetzung der Energiewende wünscht sich Yogeshwar eine feste Institution, die dem einen oder anderen auch auf die Finger hauen kann. „Ich vergleiche das immer mit dem Wehrbeauftragten der Bundeswehr.“


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