Suchen, laden, warten.

Acht Tage mit dem Elektroauto quer durch Deutschland – eine Reise mit gerissenem Kabel,  streikenden Ladesäulen, entlegenen Ladesäulen, privaten Ladesäulen – und der Schildkröte im Display. Inzwischen sind wir wieder auf Bus, Bahn und Fahrrad umgestiegen. Zum Abschluss eine Bilanz – zum Hören und Gucken.

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Die Öko-Schlange in Dessau

Team Süd zu Gast im Umweltbundesamt

Kommt doch vorbei, falls ihr noch Zeit in Eurem Terminplan findet - schreibt uns das Umweltbundesamt. Und da Dessau auf unserer Rückreiseroute liegt, machen wir Halt und laden auf – und das obwohl Samstag und damit eigentlich kein Behördentag ist. Magnus Maier und Christoph Zinsius zeigen uns trotzdem ihren Arbeitsplatz: ein buntes schlangenförmiges Gebäude, Photovoltaikanlagen auf dem Dach, Wärmespeicher im Boden. 900 Mitarbeiter beschäftigen sich hier mit Umweltfragen – im Auftrag der Bundesregierung.


Fotos: Thielko Grieß, Sina Fröhndrich, Katharina Hamberger.

 
Das Umweltbundesamt (UBA) wurde 1974 gegründet. Es unterstützt die Bundesregierung durch wissenschaftliche Beratung und führt Umweltgesetze aus. Außerdem hat das Umweltsiegel “Blauer Engel” hier sein zu Hause.

Tag 7: Raser und Schildkröten

Team Süd muss in die Werkstatt, scheitert an einer Erfurter Ladesäule und fährt ausnahmsweise mal schnell. Team Nord genießt das Landleben, steigt ziemlich hoch hinauf und macht Bekanntschaft mit einem besonders langsamen Tierchen.

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Fotos: Sina Fröhndrich, Katharina Hamberger, Thielko Grieß, Axel Rahmlow, Markus Dichmann, Aglaia Dane

100 Marathonläufe

Feste Schuhe, Bauhelme auf dem Kopf, Schweißperlen auf der Stirn – und die in den Boden gestampfte Baustraße ist nicht gerade leichtes Terrain. 15 Minuten Fußweg und wir sind da: Vor uns ragt ein 70 Meter hoher Strommast in den grauen Himmel, verankert in einem 1.000 Tonnen schweren Fundament aus Beton und Erde. Der Netzbetreiber Amprion baut in Ibbenbüren einen wichtigen Trassen-Knotenpunkt aus. Warum?

Umsteigerland braucht neue Leitungen, um den Strom aus Windkraft im Norden oder Solaranlagen im Süden auch in den Rest der Republik zu transportieren - und zwar Tausende Kilometer. Die Bundesnetzagentur hat aber nur grobe Eckpunkte gegeben. Nach dem Motto: ”Wir brauchen Leitungen von A nach B, bitte umsetzen”. Offen bleibt, ob die Trassen durch Wald und Wiesen oder Stadt und Land führen – und das ist nicht selten Grund für Streit. Wir haben uns angeschaut, wie aus Planung Realität wird. Ergebnis: Das ist Leistungssport.

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Ruhige Rekordrebellen

Rebellisch sind sie irgendwie, aber eher auf untypische Art und Weise: Die Artländer. Sie leben in einer kleinen Gemeinde im Westen Umsteigerlands, zwischen Oldenburg und Osnabrück, 23.000 Einwohner. Das Artland, bestehend aus den Dörfern Badbergen, Menslage, Notrup und der Stadt Quakenbrück, produziert bereits 50 Prozent seiner Energie selbst und zwar aus eigenen, regenerativen Quellen. Und bis 2020 will das Artland in aller Ruhe den Rekord einfahren: Deutschlands größte Selbstversorger-Gemeinde werden.


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Energiewende von unten – schön und gut. Aber was sagen die Artländer zu dem Plan? Wir haben uns auf dem Marktplatz von Quakenbrück umgehört.

Tag 6: Trassen und Parkprobleme

Team Nord hat sich heute den Ausbau der Stromtrassen in NRW angeschaut. Und ist danach dank einer ignorierten Abbiegung fast liegengeblieben. Fast. Team Süd hat sich in Franken mit einer Gegnerin von neuen Stromleitungen getroffen. Eine blockierte Ladesäule war auch noch im Programm.

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Fotos: Aglaia Dane, Katharina Hamberger, Sina Fröhndrich, Thielko Griess, Markus Dichmann, Axel Rahmlow

Baldrian und kleine Schweinchen

Team Süd zu Gast bei einer Selbstversorgerfamilie

Ein lautes „Bing“ und Team Süd ist drin.  Anstatt einer schnöden Hausklingel hat die Familie Schembritzki eine große Glocke am Eingangstor zu ihrer Drachenmühle – einer alten, stillgelegten Wassermühle im nordsächsischen Schweta. Wir betreten also das große Grundstück, links die Schweineunterkunft, rechts unsere. Die Handys müssen draußen bleiben, die sind, neben Zigaretten, hier nicht erwünscht.

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Einmal zur Sonne und zurück

Hoch hinaus geht es an diesem Sonnentag in der Oberpfalz. Ein Teil von Team Süd steigt  – mit Aufnahmetechnik bewaffnet – die lange Leiter zum Dach von Christian Dürr nach oben. Dort werden gerade Photovoltaik-Platten montiert. Immer schön eine nach der anderen heben die Handwerker von einem kleinen Aufzug. Unten steht Wolfgang Meier, Geschäftsführer der Firma Suntec. Auch wenn er im Moment Aufträge hat – positiv blickt er nicht in die Zukunft seiner Branche.

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Tag 5: Steife Brise und Sonnenbrand

Windig im Norden, sonnig im Süden: Team Nord wagt sich in Oldenburg ins Windforschungsinstitut Forwind und wird ordentlich durchgepustet. Team Süd holt sich auf dem Solardach einen Sonnenbrand.

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Schön durchgepustet

Finger anlecken, in die Luft halten und fachmännisch “Norden” rufen - das kann jeder. Aber voraussagen, wie morgen der Wind weht und wie Rotorblätter aussehen müssen, damit sie sich optimal drehen – das können nur Experten. Wie die rund 90 Frauen und Männer in Oldenburg, im Forschungsinstitut “For Wind”.

Warum auch Windforscher Schreibtischtäter sind und weshalb wir alle zwei Monate an einem Blackout vorbei schrammen, das erfahrt ihr morgen in Axels Beitrag: 8.40 Uhr im Deutschlandradio Kultur. Aber wie es aussieht, wenn sich Umsteiger in den Windkanal begeben, das könnt ihr jetzt schon sehen: Team Nord mit 50 Metern pro Sekunde Gegenwind. Windforscher Stephan Barth kommentiert.

Video: Stephan Barth