Aglaia Dane

Bei der Katastrophe von Tschernobyl war ich drei Jahre alt, und trotzdem habe ich daran Erinnerungen. Auf einmal bestand meine Mutter darauf, mich jeden Abend unter die Dusche zu stellen. Nervig. Viel schlimmer war aber, dass ich lange Zeit keine Nuss-Nougat-Creme essen durfte, weil die Nüsse verstrahlt sein könnten. Das Defizit habe ich mittlerweile mühelos wettgemacht.

Wer ist für dich ein leuchtendes Vorbild?

Was Umweltbewusstsein angeht: meine Tante. Sie ist eine unermüdliche Fahrradfahrerin, überzeugte Plusenergiehaus-Besitzerin und konsequente Standby-Geräte-Ausschalterin. Von ihr habe ich gelernt, vieles, was wir als selbstverständlich ansehen, als Luxus zu begreifen.

Strom könnte knapp werden, Energie-Spar-Menüs sind gefragt – dein Rezept?

Baked Beans aus der Dose und Maismehlbrei mit Chakalaka – zubereitet über offenem Feuer. Beides hat mich bei einer Reise durch das südliche Afrika sehr häufig sehr glücklich gemacht.

Treppe oder Aufzug?

Treppe. Und wenn ich mit jemandem zusammen die Stufen hinaufsteige, dann versuche ich, den Offbeat zu stapfen – eine Macke.

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